Dienstag, 25. März 2014

Besser und nachhaltiger leben in 11 Schritten


Der Regenwald wird abgeholzt, für Papierherstellung und Möbel.
In den Entwicklungsländern werden Erwachsene und Kinder von großen Firmen ausgebeutet, nicht weil dann die Produkte günstiger sind, sondern weil die Firmen dann mehr Gewinn machen.
Die Meere sind mit Plastik überschwemmt. Fische, Krebse und Seevögel sterben, weil sie die kleinen Plastikteilchen, die mit chemischen Schadstoffen angereichert sind, für Essen halten.
Wir essen die Fische, die Schadstoffe gelangen in unseren Körper.
Viele Länder nutzen immer noch Atomstrom, ohne Rücksicht auf Verluste, schließlich haben sie einen enormen Gewinn mit Atomstrom.
Die Erdatmosphäre wird mit Treibhausgasen, wie CO₂ und Methan angereichert. Es kommt zum Treibhauseffekt, die Erde erwärmt sich, die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt an und der Golfstrom versiegt.
In der Lasagne wird Pferdefleisch gefunden und für unser Fleisch leben die Tiere eng gedrängt, ohne Tageslicht und unter katastrophalen Umständen zusammen, bis sie ins Schlachthaus kommen. Sie bekommen täglich so viele Antibiotika, dass es durch den Fleischverzehr zu Antibiotikaresistenzen beim Menschen kommen kann.
In Afrika verdursten die Menschen, während wir uns erst mal eine Badewanne machen.
Tausende von Delfinen, Haien, Walen und Schildkröten (…) sterben in großen Schleppnetzen, wo eigentlich nur „Standardfisch“ gefischt werde  soll und werden danach tot oder schwer verletzt wieder ins Wasser geworfen.

Viele von den Aussagen kommen euch bestimmt bekannt vor, aber wirklich betroffen ist man doch erst, wenn man Bilder sieht oder sich eingehender mit einem Thema beschäftigt. Es gehört ja auch zu unserem Alltag dazu.
Wir unterstützen ausbeutende Konzerne und Massentierhaltung ohne uns bewusst zu sein, wie leicht es ist Alternativen zu finden.

Ich habe für euch eine Liste mit Dingen zusammengestellt, die einerseits zum Umwelt- und Tierschutz und zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern oder in, ihre Bevölkerung, ausbeutenden und unterdrückenden Ländern beiträgt und zudem meiner Meinung nach auch durchführbar sind. Ich könnte zum Beispiel nicht völlig auf Fleisch verzichten und ich denke, so geht es einigen.


 1.   Fair-kaufen
Es gibt schon so ziemlich alles fair zu kaufen und ist meistens auch nicht viel teurer als die unfairen Vergleichsprodukte. Dafür wird den Produzenten jedoch ein angemessener Lohn garantiert, der unabhängig von irgendwelchen Weltmarktpreisen für z.B Kaffee ist. Kinderarbeit wird ausgeschlossen, da die Kinder nicht mehr die Familie miternähren müssen und die Arbeiter haben entsprechende Arbeitbekleidung/-schutz und sind versichert.
Fair ist alles mit dem fairtrade Siegel (s.r) und bei fairer Kleidung gibt es das GOTS-Siegel.
Zu kaufen gibt es faire Produkte vor allem im Weltladen, welcher am nächsten bei euch liegt findet ihr hier: Weltläden in eurer Nähe . Teilweise gibt es auch faire Artikel im Supermarkt. Einfach nach dem Siegel Ausschau halten!

                                                                                 

                                                                              
2.   Neuland-Fleisch und zertifizierter Fisch
damit sowas bald der Vergangenheit angehört
Erstmal: Wenn ihr Vegetarier/Veganer werden wollt ist das natürlich noch besser, aber dies wäre die Alternative für alle die nicht auf Fleisch/Fisch verzichten können.

Kauft Neulandfleisch oder beim Bauern eures Vertrauens. Neuland ist sozusagen die Steigerung von bio (bio betrifft nur das Futter mit dem die Tiere gefüttert werden, die Haltungsbedingungen sind meist nicht besser als die bei anderen Massentierhaltungen).
In Betrieben mit dem Neuland-Siegel leben die Tiere unter angemessenen Lebensbedingungen und kommen auch mal aus dem Stall raus. Massen an Antibiotika sind nicht nötig, weil es keine vergleichbare Möglichkeit zur Ausbreitung von Krankheiten gibt, wenn die Tiere nicht so eng gedrängt leben.
Beim Fisch sollte man darauf achten, dass dieser zumindest das MSC-Siegel trägt. Oder eben ganz darauf verzichten.


 3.     Atomkraft? Nein danke!

Einfach mal zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Die großen Konzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben kein Interesse aus der Atomkraft oder Kohlekraft auszusteigen, es geht ihnen nur um Profitmaximierung. Wie groß das Risiko von Atomkraft ist oder welche Abgase Kohlekraft produziert ist dabei egal.

Achtung: Die oben genannten Konzerne bieten auch angeblichen Ökostrom an! Also wechselt zu einem richtigen Ökostromanbieter.




4.     Faire Kleidung und Second hand(z.B. kleiderkreisel)
Fast alle größeren und bekannten Marken produzieren ihre Produkte mit Kinderarbeit.
Hollister, Adidas, Nike, H&M, Zara…  an einem Kleidungsstück machen diese Firmen über 400% Gewinn. Bei solch teuren Marken könnte man für den Preis wenigstens fair und bio erwarten.
Es gibt viele gute Marken, deren Kleidung fair gehandelt und aus Biobaumwolle hergestellt  und nicht teurer als Produkte von den oben genannten Marken ist.
Ausführliche Informationen zu den Herstellungsbedingungen großer, nicht fairer Firmen und wie man richtig einkauft findet ihr hier: Fashion Kleidung

Eine weitere Alternative ist kleiderkreisel.
Auf kleiderkreisel könnt ihr gebürenlos Klamotten kaufen, verkaufen oder tauschen. Bis jetzt habe ich dort nur gute Erfahrungen gemacht und habe stets gute Produkt zu einem wesentlich geringeren Preis, als dem Neupreis bekommen.
Es werden über 3 Millionen Artikel angeboten, also ist bestimmt auch für euch etwas dabei!

In Second Hand Läden oder auf dem Flohmarkt kann man auch immer kleine Schätze finden.


5.  Weiter  nutzen
Wer kennt es nicht: Wenn man einkaufen geht, bekommt man immer wieder Plastiktüten.
Die braucht man jedoch nicht wegschmeißen, man kann sie stattdessen nochmal als Mülltüte der so nutzen. Noch besser ist natürlich, wenn man zum Einkaufen einen Korb oder eine Stofftüte mitnimmt, dann hat man gar nicht den Plastiktütenverbrauch.

Verschiedene Verpackungen kann man aufheben, um darin Kleinkram zu verstauen oder sie erneut als Geschenkverpackung nutzen oder so.

Altpapier gibt es immer genug, ob Fehldrucke oder Briefe. Alles mit weißer Rückseite kann man nochmal weiter als Schmierpapier nutzen, das brauch man oft genug.

6.     Energie und Wasser sparen
Lasst elektronische Geräte nicht auf Stand-by stehen, das verbraucht immer noch viel Energie. Besser ist es den Stecker rauszuziehen.

Zudem sollte man Licht immer nur in den Räumen anhaben, in denen man sich auch aufhält. Das ist sonst unnötige Stromverschwendung.

Man braucht nicht andauernd zu baden, duschen reicht ja auch aus. Und hin und wieder eine Badewanne schadet auch nicht.


7.     Müll trennen


8.     Das Auto auch mal stehen lassen



9.     Recyclingpapier
Recyclingpapier gibt es schon in alles Formaten und Lineaturen. Dafür werden keine Wälder gerodet und bei der Herstellung wird weniger Strom und Wasser verbraucht und es werden auch weniger Abgase produziert.


10.  Bitte keine Werbung
Ein kleines Schild mit großer Wirkung, da Werbung meistens doch ungelesen im Müll landet. Da sterben unnötig Bäume für.
   11.  Tierversuche-muss nicht sein
Viele Kosmetikmarken führen immer noch Tierversuche durch. Aber es gibt genug Alternativen gegen die unnötige Quälerei. Beispiele sind alverde, balea, the body shop, lush, yves rocher, weleda.
Firmen wie LÒreal und Garnier verzichten jedoch immer noch nicht vollständig
auf Tierversuche. Eine Auflistung mit weiteren tierversuchsfreien Marken findet ihr zum Beispiel hier

Kommentare:

  1. Danke für diesen tollen Artikel. Wer allein dies 11 von dir aufgezählten Schritte einhält kann schon einiges erreichen. Und dabei ist es nicht mal sonderlich aufwendig oder viel teurer wenn man sich an alle 11 Schritte hält. Wenn man´s genau nimmt kommt man dadurch eigentlich sogar viel günstiger weg. So fallen z.B. die Kosten für Umweltschäden etc. weitesgehend weg :-)

    Zu Schritt 9: noch viel besser als konventionelles Recyclingpapier wäre Hanfpapier, welches sich Aufgrund seiner Faserstruktur sogar besser recyceln lässt.
    siehe z.B. hier: http://pagewizz.com/hanfpapier-kaufen-waldrohdung-verhindern/

    zu Schritt 3: Derzeit gibt es Bestrebungen nachhaltigen Strom unter der Kontrolle der Bürger zu produzieren. Quasi die Energieversorgung zu vergemeinschaftlichen und das auch noch nachhaltig. So z.B. das Volksbegehren "neue Energie für Berlin" http://www.blogandshop.de/2013/03/15/volksbegehren-neue-energie-f%C3%BCr-berlin/

    ps: Danke nochmal für deinen Beitrag. Werde ihn auf jeden Fall auf
    Fashion Kleidung verlinken :-)

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  2. Schön, dass er dir gefällt :)und danke für die Anregungen-ich wusste zum Beispiel vorher nicht, dass es Hanfpapier gibt
    Liebe Grüße

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